Juli 28, 2026
Sommer, Sonne, Büroalltag: Wie leger darf Office Attire sein?
Steigende Temperaturen stellen viele Unternehmen jedes Jahr vor dieselbe Frage: Wie leger darf Kleidung im Büro sein, wenn draußen 35 Grad herrschen? Sind kurze Hosen, Trägertops oder sogar Badeschlappen akzeptable oder gelten auch im Sommer dieselben Regeln wie im Rest des Jahres?
Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht. Der passende Dresscode hängt von der Unternehmenskultur, der Branche und vor allem vom Arbeitsalltag ab.
Dresscode ist mehr als Kleidung
Kleiderregeln erfüllen nicht den Zweck, Individualität einzuschränken. Sie schaffen Orientierung. Besonders dort, wo Mitarbeiter:innen regelmäßig mit Kund:innen oder Geschäftspartner:innen in Kontakt stehen, prägt das äußere Erscheinungsbild den ersten Eindruck des Unternehmens.
Gleichzeitig haben sich viele Arbeitswelten verändert. Flexible Arbeitsmodelle, hybride Zusammenarbeit und moderne Unternehmenskulturen führen dazu, dass Dresscodes heute deutlich lockerer interpretiert werden als noch vor einigen Jahren.
Sommer bedeutet nicht automatisch Freizeitmodus
Leichte Stoffe, luftige Kleidung oder gepflegte Sneaker sind in vielen Unternehmen längst selbstverständlich. Schwieriger wird es bei Kleidungsstücken, die eher an Freizeit oder Urlaub erinnern.
Badeschlappen, stark abgetragene Shorts, Strandkleidung oder sehr freizügige Outfits wirken im beruflichen Umfeld häufig unpassend – unabhängig davon, ob sie offiziell verboten sind oder nicht. Entscheidend ist weniger das einzelne Kleidungsstück als die Frage, welches Bild damit vermittelt wird.
Auch im Homeoffice zählt der Kontext
Auch wenn der Arbeitsweg entfällt und die Temperaturen zu Hause oft leichter zu ertragen sind, endet Professionalität nicht an der Wohnungstür. Wer den Großteil des Tages ohne Videokonferenzen arbeitet, kann die Kleidung natürlich nach dem eigenen Komfort wählen. Steht jedoch ein Meeting bevor, sollte das äußere Erscheinungsbild dem Anlass entsprechen. Ein leichtes T-Shirt oder eine Bluse sind meist schnell übergezogen und signalisieren Wertschätzung gegenüber dem:der Gesprächspartner:in – ohne auf sommerlichen Komfort verzichten zu müssen.
Klare Erwartungen schaffen Sicherheit
Für Unternehmen lohnt es sich, das Thema nicht erst dann anzusprechen, wenn Unsicherheit oder Konflikte entstehen. Transparente und nachvollziehbare Erwartungen erleichtern den Arbeitsalltag und verhindern unterschiedliche Interpretationen.
Dabei müssen Dresscodes heute nicht mehr aus langen Regelwerken bestehen. Oft reichen wenige Leitlinien, die den Rahmen definieren und gleichzeitig genügend Spielraum für unterschiedliche Persönlichkeiten lassen.
Unternehmenskultur zeigt sich im Alltag
Der Umgang mit sommerlicher Kleidung sagt oft mehr über eine Organisation aus als die Kleidung selbst. Unternehmen, die Vertrauen schenken und gleichzeitig klare Erwartungen kommunizieren, schaffen Orientierung, ohne unnötige Regeln aufzustellen.
Denn Professionalität entsteht nicht durch Krawatte oder Sakko – genauso wenig aber durch völlige Beliebigkeit. Ein zeitgemäßer Dresscode berücksichtigt sowohl den Menschen als auch den jeweiligen beruflichen Kontext.
Unser Fazit
Statt sich zu fragen, ob Badeschlappen erlaubt sind, lohnt sich eine andere Perspektive: Welche Kleidung unterstützt eine professionelle Zusammenarbeit und passt zu den Werten des Unternehmens? Wo diese Frage klar beantwortet werden kann, entstehen meist auch keine Diskussionen über den Dresscode.
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