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„Welche Wechselmotive sind unverfänglich und vielleicht sogar für den gesamten Bewerbungsprozess vorteilhaft und welche Gründe sind eher schwierig in der Kommunikation?“ fragt Mag. (FH) Sabine Pötz, Gründerin von TECHSEARCH, Personalberaterin und Karriere-Coach in der Artikelreihe:

Motive für einen Jobwechsel (Teil 3)

Die Frage, „Warum bewerben Sie sich für diesen Job?“ stellt viele Bewerber vor eine große Herausforderung im Bewerbungsprozess. Welche Wechselmotive sind unverfänglich und vielleicht sogar für den gesamten Bewerbungsprozess vorteilhaft und welche Gründe sind eher schwierig in der Kommunikation? Wir sind diesen Fragen in den letzten Monaten durch unsere Umfrage nachgegangen. Hier präsentieren wir Ihnen die Sichtweise von Bewerbern:

Bei den befragten Personen war der Wunsch nach Veränderung überwiegend im Job bzw. der Tätigkeit selbst begründet, sowie in den Rahmenbedingungen, wobei hier die Unzufriedenheit mit der Unternehmenskultur am häufigsten genannt wurde.

Interessant dabei ist, dass die meisten der befragten Personen (75%) aus einer sehr positiven Haltung heraus Ihren Wechsel anstreben. Nicht die Unzufriedenheit treibt die Wechselwilligen an, sondern der Wunsch nach einem anderen, meist höheren Verantwortungsgrad und der Wunsch nach einer höheren Identifikation mit der Unternehmenskultur veranlasst die Befragten, offen für Neues zu sein.

Positiv und sicherlich förderlich für den Bewerbungsprozess ist, dass die meisten sich also frühzeitig umsehen und nicht abwarten, bis der Druck nach Veränderung all zu groß wird und der Zwang entsteht unbedingt und dringend wechseln zu müssen.

Aus Bewerbersicht ist das definitiv der richtige Weg. Für Unternehmen und Arbeitgeber zeigt das aber auch, dass Mitarbeiter nach Identifikation mit Aufgaben und Werten streben und man diese mit generellen Rahmenbedingungen wie Gehalt, Arbeitszeitflexibilität und diversen Sozialleistungen eher nicht halten kann.

Weiters sind wir folgender Frage nachgegangen: „Welche Wechselmotive halten Sie für unverfänglich und bei welchen Motiven haben Sie bedenken, diese zu kommunizieren?“

Das Ranking der unverfänglich zu kommunizierenden Wechselmotive 

  1. Unternehmenskultur und eigene Wertvorstellungen sind nicht stimmig
  2. Zu geringe Verantwortung im Aufgabenbereich
  3. Keine Entwicklungsperspektiven im Aufgabenbereich bzw. im Unternehmen
  4. Keine Weiterbildungsmöglichkeiten

Das Ranking der schwierig zu kommunizierenden Wechselmotive sieht folgendermaßen aus

  1. Zu hohe Verantwortung im eigenen Aufgabenbereich
  2. Kollegen und Vorgesetzte sind mit der Leistung die man erbringt unzufrieden
  3. Zu viele Überstunden, zu wenig Freizeit bzw. unattraktives Arbeitszeitmodelle
  4. eine negative persönliche Beziehung mit dem Vorgesetzten

Wie kommuniziert man nun aber seinen Wechselwunsch, wenn genau in diesen oben genannten Motiven die wahre Begründung liegt? Ist es in diesem Fall besser auf einen unverfänglichen Grund auszuweichen?

Tipps und Empfehlungen dazu finden Sie in unserem nächsten Artikel Motive und Gründe für den Jobwechsel optimal kommunizieren (Teil 4). Gerne beraten wir Sie dazu auch im Rahmen unseres Bewerbungscoachings oder fragen Sie direkt bei mir nach. Ich unterstütze Sie gerne dabei, wie Sie im Bewerbungsprozess ehrlich und authentisch den Bewerbungsprozess erfolgreich meistern!