Recruiting von Experten
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„Beziehung ist etwas Lebendiges. So lange wir leben, sind wir in Beziehung. Wie wir jedoch diese Beziehungen gestalten, hängt in erster Linie von unseren Bedürfnissen ab!“ erläutert Mag. (FH) Sabine Pötz, Gründerin von TECHsearch, Personalberaterin und Karriere-Coach im aktuellen Artikel:

Beziehungsgestaltung im Bewerbungsgespräch

Die Beziehungsgestaltung in Bewerbungsgesprächen ist eine Herausforderung und auch eine zentrale Voraussetzung für die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Bewerber und Recruiter bzw. dem potenziellen neuen Arbeitgeber.

Mit dem Bewusstsein, dass Beziehung und Beziehungsgestaltung von unseren Bedürfnissen abhängen, stellte ich in den letzten Wochen folgende Frage an Bewerber: „Mit welchem Bedürfnis gehen Sie an die Jobsuche bzw. an ein Vorstellungsgespräch heran?

Die folgende Liste ist eine Zusammenfassung der am Häufigsten genannten Bedürfnisse im Bewerbungsprozess (ohne Reihung):

  • Anerkennung und Akzeptanz
  • Herausforderung
  • Gestaltung
  • Selbstverwirklichung
  • Entwicklung und Wachstum
  • Existenzsicherung
  • Gesundheit
  • Stabilität und Ordnung
  • Sicherheit

Finden auch Sie sich darin wieder?

Je nach dem ob uns Grundbedürfnisse oder komplexe Bedürfnisse leiten, gestalten wir Beziehung unterschiedlich. Wie, wann, wo und gegenüber wem wir unsere Bedürfnisse zeigen, hat uns die Erfahrung gelehrt, wobei diese auch maßgeblich durch Erkenntnisse und Erklärungen aus unserer Kindheit geprägt ist.

Hinzu kommen Erfahrungen in denen wir uns mit etwas anderem zufrieden gegeben haben oder geglaubt haben uns mit etwas anderem zufrieden geben zu müssen, wodurch sich auch Ersatzbedürfnisse und Ersatzbefriedigungen manifestiert haben.

  • Welche Bedürfnisse prägen die Beziehungsgestaltung zu Ihrem Gesprächspartner am stärksten?
  • Erkennen Sie auch destruktive, wiederkehrende Beziehungsmuster? Es handelt sich dabei um ein sogenanntes „Spiel“, das sich immer wiederholt und sich wie ein roter Faden durch unser Leben zieht.
  • Welche Haltung ist Ihrer Meinung nach für eine effektive Beziehungsgestaltung förderlich?

Ich persönlich orientiere mich dabei an der Transaktionsanalyse, welche durch folgende Grundsätze geprägt ist:

  1. Jeder Mensch ist in Ordnung und von Grund auf ok.
  2. Jeder Mensch hat die Fähigkeit zu denken
  3. Jeder Mensch entscheidet über sein eigenes Schicksal und kann seine Entscheidungen auch ändern.

Das bedeutet für mich, jedem Bewerber positiv und auf Augehöhe zu begegnen sowie Gedankengänge, Handlungen und Entscheidungen meines Gegenübers zu respektieren und mit einer positiv neugierigen Haltung, den anderen Menschen kennen zu lernen.

Beleuchten Sie doch Ihre nächstes Bewerbungsgespräch auch einmal unter den drei Grundannahmen der Transaktionsanalyse! Wenn Sie wollen, berichten Sie mir über Ihre Erfahrungen unter sabine.poetz@techsearch.at! Ich freue mich darauf!